Jodlerfest in Brig, Bericht von Renzo Mora 

Donnerstag 22. Juni 2017. Im Radhof treffen tröpfchenweise alle Jodler ein. Alles Gepäck wird in den Minibus, der für uns angemietet wurde, verladen. Marco, der Fahrer dieses Busses, bringt unser Gepäck direkt ins Hotel Alpenblick Fieschertal. Mit dem Bus ging es dann zum Bahnhof und von dort dann mit dem Direktzug nach Brig. Es wurde getrunken, gelacht, Witze gemacht, doch auch eine gewisse Anspannung fuhr mit. Aber nicht alle sind mit dem Zug ins Wallis gekommen. Es gab da zwei die sind tatsächlich mit dem Velo gefahren. Der eine von Winterthur aus, der andere von Hinwil aus. Damit sie aber ca. gleich viele Kilometer in den Pedalen hatten, hat der von Winterthur kommende auf dem Furkapass kurzerhand die Luft aus seinem Pneu verloren (Mantelriss) und hat sich von Marco holen lassen. Beide waren aber pünktlich im Fieschertal angekommen. Alle waren begeistert vom Hotel und manch einer war sicher nicht das letzte mal da. Mit einem guten Essen, genügend Tranksamen und einigen Liedern ging der Abend dann langsam in die frühen Morgenstunden über.   

Freitag
Nach einem reichhaltigen Frühstück noch ein bisschen vom sehr gutem Walliser Wasser geniessend, haben wir uns dann in die Tracht gestürzt für ein Foto-shooting. Reto war sehr bedacht, dass es auch richtig professionelle Aufnahmen gab (guet die Grinde hätt au er nid schönner chöne mache). Nachher  brachte uns das Postauto und die Matterhorn-Gotthardbahn nach Brig. Eine tropische Hitze erwartete uns da. Durch das Jodlerdorf schlendernd, Wasser literweise einflössend um nicht auszutrocknen, trafen wir uns dann beim Einsinglokal. Ui aber auch hier war es unanständig heiss. Unter einem schattenspendenden Baum wartenden wir auf unseren Einlass in die Kirche von Naters, wo wir unseren Vortrag zum Besten gaben. Nachdem die Anspannung vorbei war, konnten wir dann endlich unser wohlverdientes Bier geniessen. Vielen Dank unserem ehemaligen Mitglied Emil Manser, der uns die Bierchen spendierte.   Nach einem gemeinsamen Nachtessen konnte jetzt das Fest so richtig losgehen. Es wurde spät, für manche sogar noch etwas später als wir dann wieder im Hotel eintraffen. Unser lieber Marco wurde gefordert, musste er die Strecke Fiesch - Brig mehrmals unter die Räder nehmen. Noch ein letzter Schlumi oder auch zwei und ab gings zu wohlverdienten Nachtruhe.   

Samstag
Heute geht's, oder besser gesagt, fahren wir aufs Eggishorn. Ein wunderbares Essen mit toller schwyzerörgeli Musik erwartete uns bei der Mittelstation. Der Berg ruft und nach einem Schnaps geht weiter aufs Eggishorn. Oben öffnete dann Thomas Mietlich seinen Rucksack und servierte uns den Gipfelwein, was von allen sehr geschätzt wurde. Unser Presi liess es sich nicht nehmen, noch ganz nach oben auf den Gipfel zu steigen. Wir andern hatten schon ein bischen zu schwere Beine um ihm zu folgen. Bei der Horli Hitta wurde es dann international. Da ging dann die Post ab. Dank unserem Presi, der mit seinen perfekten Fremdsprachenkenntnissen uns ein Engegemente im fernen Osten organisierte, Hätti hat sich bim e hörli verheiratet und wir alles Wasser was noch in uns war vor lauter Lachen in Form von Tränen wieder loswurden. Claudia machte mit einem Teil vom NOSJV-Festvorstand in dieser Zeit ein Festrundgang, um ihnen das Jodelfestfeeling näher zu bringen, was sie dann in Wülflingen umsetzen können.

Sonntag
Schon beim Frühstück merkte man die enorme Anspannung. Was steht wohl in der Rangliste? Alle gaben sich aber so cool und jeder meinte, wir haben unser bestes gegeben und es könne ja nur gut das heisst sicher eine zwei für uns geben. Jetzt heisst es wieder die Koffer packen und im Bus verstauen, nachher mit Post und Bahn nach Brig. Sofort wurde Ausschau gehalten, wo es die berühmten Ranglisten zu kaufen gibt. Endlich da sind sie. Es wurde immer stiller innerhalb unseres Clubs. Eine 3 gabs für unseren Vortrag. Wir glaubten es kaum, aber so stand es da. Ich muss hier nicht erwähnen wie enttäuscht wir alle waren. Aber es war so. Unter einem schattenspendenden Baum wurde dann die Enttäuschung erst mal heruntergespühlt. Wir munterten uns gegenseitig auf und meinten, so jetzt erst recht, beim nächsten Fest ist wieder eine gute zwei angesagt. Jetzt zum Bahnhof und ab nach Hause. Aber vorher mussten noch einige Bierchen besorgt werden, die uns die Fahrt einwenig verkürzten .Wieder in Wülflingen fühlten wir uns wie Sieger. Wurden wir doch vom Turnverein und der Musik beim Schulhaus Hohfurri abgeholt und zur Ref. Kirche begleitet. Nur wer dabei war kann das tolle Gefühl nachvollziehen. Alles in allem war es riesen Fest das keiner mehr so schnell vergisst.